Joh 3:19-21

„Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der haßt das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, daß seine Werke in Gott getan sind.“

Dem einen kommt unser Herr, Jesus Christus, als Retter, den anderen als Richter, so wird es in christlichen Kreisen erzählt. Und gerichtet werden jene, die nicht an seinen Namen glauben. Jedoch nicht die Gläubigen, die Christen, welche an Ihn und seinen Namen glauben.


Vom Weltgericht

„Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.“


Die zehn Gebote Gottes, hier aus einem Auszug aus dem 2. Buch des Mose (2 Mose 20,1-17):

Und Gott redete alle diese Worte und sprach:
(1. Gebot): Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!
(2. Gebot): Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
(3. Gebot): Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
(4. Gebot): Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt.
(5. Gebot): Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt!
(6. Gebot): Du sollst nicht töten!
(7. Gebot): Du sollst nicht ehebrechen!
(8. Gebot): Du sollst nicht stehlen!
(9. Gebot): Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten!
(10. Gebot): Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat!

Diese Gebote findet man in ungefähr gleicher Aussage in der hiesigen Verfassung, d.h. weil Gott am Sinai diese Gebote den Menschen gab, konnte es erst zu menschenfreundlichen Verfassungen und Grundprinzipien der hiesigen Gesetze geben. Aus Liebe zu Gott und seinen Mitmenschen hält man diese Gebote automatisch, denn Liebe zueinander ist die Erfüllung der Gebote und des Gesetzes. Liebe tut seinem Nächsten nichts Böses an, noch ist sie nachtragend. Jesus fasste dies in 2 Gebote zusammen, nachzulesen in den Evangelien im Neuen Testament:„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Dort steht nicht ‚Liebe dich zuerst‘ oder ‚ausschließlich dich‘, sondern Jesus wählte bewusst zuerst die Mitmenschen, denn Er predigte ebenso, dass wir den Nächsten höher achten sollen als uns selbst. Das erkennt man auch am Gleichnis des barmherzigen Samariters, denn jener schaute erst gar nicht wie hoch die Kosten sein würden, diesen halbtoten zu versorgen. Ebenso machte dieser laut Überlieferungen einen Umweg auf seiner ‚Geschäftsreise‘ beziehungsweise unterbrach diese und kam demnach wohl nicht zum erwarteten Zeitpunkt an seinem Ziel an. Klar, sollte man sich selbst nicht vernachlässigen, dennoch sollte man schauen, dass es beiden gut geht und an nichts mangelt.